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Digitale Inventur: wissen, welche Werkzeuge im Betrieb wirklich laufen

Autorin oder AutorPlatzhalterLesezeit etwa 5 Minuten

Ein offener Laptop, ein Spiralnotizbuch mit Briefumschlägen und ein Autoschlüssel auf einem weissen Schreibtisch am Fenster.

In den meisten kleinen Firmen weiss niemand genau, wie viele Programme bezahlt werden. Nicht aus Nachlässigkeit, sondern weil die Abos über Jahre dazugekommen sind: eines für die Buchhaltung, eines für die Zeiterfassung, ein Speicherdienst für die Pläne, ein zweiter, weil der Kunde den ersten nicht öffnen konnte. Die Digitale Inventur fängt genau dort an.

Was an einem halben Tag erfasst wird

Wir gehen gemeinsam durch den Betrieb, Arbeitsplatz für Arbeitsplatz. An jedem notieren wir drei Dinge: welche Werkzeuge dort benutzt werden, welche Informationen hinein- und hinausgehen und was davon von Hand passiert. Ein Lieferschein, der abgetippt wird, ist ein Eintrag. Ein Foto vom Rapportzettel, das per Nachricht ins Büro geht, ist ein Eintrag. Die Tabelle, in der die Chefin am Sonntag die Stunden zusammenzählt, ebenfalls.

Daneben entsteht die Liste der Abos: Name des Werkzeugs, wofür es gedacht war, wer es nutzt, was es kostet, wann es kündbar ist. Oft stehen am Ende Programme auf der Liste, die seit Monaten niemand geöffnet hat, und daneben Aufgaben, für die es noch gar kein Werkzeug gibt.

Die Karte auf einer Seite

Aus den Notizen zeichnen wir eine Werkzeug- und Datenfluss-Karte. Jedes Werkzeug ist ein Kästchen, jeder Weg einer Information ein Pfeil. Pfeile, die von Hand bedient werden, sind markiert. Die Karte passt auf eine Seite, sonst ist sie nicht fertig gedacht. Man kann sie im Pausenraum aufhängen, und meistens erkennt jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter die eigene Stelle darin.

Die zweite Seite ist die Liste der manuellen Schritte, geordnet nach Zeitaufwand pro Woche. Diese Reihenfolge ist der eigentliche Wert der Inventur: Sie zeigt, wo sich eine Änderung zuerst lohnt, und zwar nach Stunden, nicht nach Gefühl. In vielen Betrieben steht an erster Stelle nicht die Buchhaltung, sondern die Stundenerfassung oder die Materialbestellung.

Was danach kommt, und was nicht

Die Inventur empfiehlt kein Produkt. Sie sagt, welcher Bereich zuerst angeschaut werden sollte und welche Anforderungen dort gelten. Ob daraus eine Werkzeugauswahl wird, eine Roadmap oder einfach eine andere Einstellung im bestehenden Programm, entscheidet die Firma. Manche Betriebe streichen nach der Inventur zwei Abos und machen ein halbes Jahr nichts anderes. Das ist ein legitimes Ergebnis.

Ein halber Tag reicht für Firmen bis etwa 30 Mitarbeitende an einem Standort. Bei mehreren Standorten oder sehr unterschiedlichen Bereichen sagen wir im Erstgespräch, ob der Rahmen passt oder ob man die Inventur auf einen Bereich begrenzen sollte.

Was eine Inventur nicht ist

  • Keine Sicherheitsprüfung der Geräte oder des Netzwerks
  • Keine Produktempfehlung; die folgt frühestens aus einem Vergleich
  • Keine Prüfung der Buchhaltung oder der Verträge auf Richtigkeit
  • Keine Aufräumaktion: Wir ändern am Tag der Inventur nichts an den Werkzeugen

Drei Begriffe aus diesem Beitrag

Datenfluss-Karte
Eine Seite mit allen Werkzeugen als Kästchen und allen Informationswegen als Pfeile; manuelle Wege sind markiert.
Handarbeitsschritt
Jede Stelle, an der eine Information von einer Person von einem Medium in ein anderes übertragen wird.
Abo-Liste
Alle bezahlten Programme mit Zweck, Nutzenden, Kosten und Kündigungsfrist, auch die ungenutzten.

So läuft ein Inventur-Halbtag

  1. 08:00

    Einstieg

    Kurzes Gespräch mit der Inhaberin oder dem Inhaber: Was ärgert am meisten, was läuft gut?

  2. 08:30

    Rundgang

    Arbeitsplatz für Arbeitsplatz, mit den Personen, die dort arbeiten. Notizen, keine Bewertungen.

  3. 11:00

    Abo-Liste

    Gemeinsam mit der Person, die die Rechnungen kennt: alle Programme, Kosten, Laufzeiten.

  4. Innerhalb einer Woche

    Unterlagen

    Karte und Liste als PDF, dazu ein Vorschlag, welcher Bereich zuerst angeschaut werden sollte.

Häufige Fragen zur Inventur

Wie lange dauert eine Digitale Inventur?

Ein halber Tag vor Ort, meist ein Vormittag. Die Werkzeug- und Datenfluss-Karte und die Liste der Handarbeitsschritte folgen innerhalb einer Woche.

Was passiert mit den Daten, die wir Ihnen zeigen?

Sie bleiben in der Firma. Wir notieren Datenflüsse und Werkzeuge, nicht Inhalte. Anbieter erhalten von uns keine Betriebsdaten, nur die Anforderungsliste.

Brauchen wir vorher schon eine Software im Kopf?

Nein. Inventur und Briefing kommen vor jeder Produktfrage. Viele Firmen stellen nach der Inventur fest, dass der erste Schritt eine andere Einstellung im bestehenden Werkzeug ist und kein Kauf.

Über die Autorin oder den Autor

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Beratung und Inventur

Führt Inventuren und Briefings bei Schaltmatt durch. Name, Ausbildung und Werdegang trägt die Betreiberin ein.

Grundlage der Beiträge

Beobachtungen aus Mandaten in Baden und der Region, ohne Firmennamen und ohne Zahlen, die sich nicht belegen lassen.

Korrekturen

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Inventur anfragen

Die Digitale Inventur kostet CHF 382.– und dauert einen halben Tag vor Ort.

Ein erstes Gespräch ist unverbindlich. Mit dem Absenden des Formulars gehen Sie keinen Auftrag ein.

PROJEKTANFRAGE STELLENANRUFEN

Erreichbarkeit

  • Adresse / SitzBahnhofstrasse 12, 5400 Baden, AG, Schweiz
  • Telefon+41 79 372 08 27
  • E-Mail[email protected]
  • BürozeitenMontag – Freitag, 09:00–17:30
  • ZeitzoneMitteleuropäische Zeit (MEZ, GMT+1) — Baden